Tipp 2: Pflege von Silberschmuck
Geschrieben am Dienstag, 13. Dezember 2011
Damit Ihr Schmuck lange schön und wertvoll bleibt, gebe ich Ihnen ein paar ganz einfache Tipps, wie Sie ihn angemessen behandeln und pflegen können. Je öfter und besser Sie sich daran halten, desto länger werden Sie Freude daran haben.
Tragen
- Am besten keinen Schmuck bei körperlicher Arbeit, beim Sport und beim Schlafen tragen, denn Schweiß lässt ihn schnell blass aussehen und er kann außerdem leicht dabei Schaden nehmen (knicken, brechen, verformen).
- Es ist sinnvoll, den Schmuck erst anzulegen, nachdem Haarspray, Deo, Make up, Parfüm, Haarfarbe und dergleichen aufgetragen wurden. Chemikalien verunreinigen die Metalloberfläche, setzen sich fest und lassen sich zuweilen nur mechanisch wieder entfernen.
- Krankheiten oder die Einnahme von Medikamenten können bewirken, dass Ihr Silberschmuck ungewohnt schnell dunkel anläuft. Verzichten Sie in dieser Zeit auf Ihre Schmuckstücke und reinigen Sie die Teile, bevor Sie sie wieder tragen können.
Aufbewahren
Die in der Luft enthaltenen Schwefelwasserstoffe reagieren mit Silber zu Silbersulfid, deshalb läuft Silberschmuck dunkel an. Um das zu verzögern, bewahren Sie den Schmuck, den Sie nicht täglich tragen, einzeln, lichtgeschützt und möglichst luftdicht auf. Vermeiden Sie Watte oder Schmuckschatullen aus der Wühlkiste, denn darin sind oft chemische Substanzen enthalten, die das Anlaufen des Silbers beschleunigen können.
Aufpolieren
- Glanzlos gewordenes Edelmetall können Sie gut mit Löschpapier, Fensterleder, Zeitungspapier und dergleichen aufpolieren, falls Sie kein Silberputztuch zur Hand haben.
- Mattierte oder satinierte Oberflächen, die nach einiger Zeit durch kleine Kratzer und den täglichen Gebrauch glänzend geworden sind, bekommen Sie mit einem Küchenputzschwamm, Schmirgelpapier (Spezialhandel) ganz gut wieder hin. Probieren Sie es erst an einer nicht sichtbaren Stelle. Wenn Ihnen das Ergebnis gefällt, immer nur in eine Richtung mattieren.
Reinigen
- Legen Sie Ihren Silberschmuck ab und zu in ein warmes Wasserbad und geben ein mildes Spülmittel zu (keine Zahnpasta oder Bleichmittel!). Befreien Sie die Teile am besten mit einer weichen Zahnbürste von Hautpartikeln, Schweiß und Staubkörnchen (Schmirgel). Spülen Sie den gereinigten Schmuck anschließend mit klarem Wasser ab und polieren ihn dann mit einem weichen Tuch (z. B. Brillenputztuch).
- Schmuck, der aufgeklebte Perlen oder Steine enthält, nicht an den Klebestellen nass reinigen. Denn auch der beste Kleber kommt gegen massive Feuchtigkeit nicht lange an.
- Starke Oxydationen bekommen Sie im Normalfall ganz einfach weg: Geben Sie einen Streifen Alufolie zusammen mit einem Teelöffel Salz in ein Glas- oder Keramikgefäß, gießen Sie 1 – 2 Tassen warmes Wasser auf und legen den Schmuck hinein. Nach wenigen Minuten werden Sie sehen, wie die Verfärbungen nachlassen. Spülen Sie den Schmuck mit klarem Wasser ab und polieren ihn mit einem weichen Tuch (z. B. Brillenputztuch).

